Re: Online Einheit 5; Wikipedia
Nundenn, auf my two cents zu Wikipedia hat die Welt gewartet. Als Student fällt es oft schwer zu begreifen, warum man nicht das ein oder andere für eine Seminararbeit aus wiki zitieren darf. Man hat viel zu tun und geht den Weg des geringsten Widerstandes und googelt „xy+wiki“, man markiert mit der Maus, strg und C, dann strg und V. Klaus Graf hält es in einigen wenigen Fällen legitim, bei 1-5% der Beiträge, wie er schreibt. Jimmy Wales muss für sich natürlich ein gutes Wort einlegen und Becher, Becher und Lorenz sind auch recht sparsam mit ihrer Kritik.

Bei genauerem Nachdenken aber kommt mir doch einiges in den Sinn warum man wiki, zumindest in der Art und Weise und in der Form, wie sie jetzt besteht, in wissenschaftlicher Literatur nicht verwenden sollte. Ich möchte mich von den oft durchgekauten Argumenten für und wider, welche mir auch manchmal als zu kurz gedacht erscheinen etwas Abstand nehmen und kurz etwas zu den strukturelleren Problemen schreiben.
Die Autorenschaft gibt sich faktisch anonym. Ein Benutzerkonto scheint mir nicht ausreichend. Zudem sind doch sehr viele Texte und auch Bilder kopiert und übernommen. Wenn sich wiki nach und nach als Zitierstandard durchsetzen sollte, würde es dann nicht die (finanzielle) Grundlage und die Motivation des Schaffens für neue wissenschaftliche Werke ins Wanken bringen? Dann würde sich auch noch die Frage stellen, ob eine Organisation, welche nicht staatlich oder überstaatlich ist, wirklich der Zitierstandard des „Weltwissens“ sein sollte. Diese Entwicklung in einem Gedankengang durchzuspielen ist allerdings viel zu komplex für mich, daher bleibt mir nichts anderes übrig als einfach nur skeptisch zu bleiben.
Das Thema Edit-Wars finde ich interessant. Nichts ist intersubjektiver als das, im Gegensatz zum wissenschaftlichen Bereich, kontrollieren sich hier aber keine Experten gegenseitig, was doch einige Gefahren mit sich bringt. Wenn man sich vereinzelte Entwicklungen im Web so ansieht, beispielsweise online-Abstimmungen zu irgendeinem Thema, welche zu irgendwelchen politischen Webseiten verlinkt werden, deren Publikum sich dann dort auslassen kann, besteht doch irgendwo die Gefahr, dass am Ende als wahr gilt, was die meisten glauben oder posten.
Außerdem, will man bei einem Thema etwas in die Tiefe gehen, merkt man recht schnell den Lexikoncharakter, es ist einfach nicht ergiebig.
Würde wiki sich weiter hin zu einer nationalen oder übernationalen Organisation entwickeln, welche entsprechend kontrolliert würde, angeführte Autoren, welche auch ihre Biographie veröffentlichen finanziell fördern würde, könnte ich mir das eher vorstellen, als eine Art globaler Wissenschaftsverband.
So wie wiki jetzt ist, ist es ein super Nachschlagewerk für den Alltag.

Bei genauerem Nachdenken aber kommt mir doch einiges in den Sinn warum man wiki, zumindest in der Art und Weise und in der Form, wie sie jetzt besteht, in wissenschaftlicher Literatur nicht verwenden sollte. Ich möchte mich von den oft durchgekauten Argumenten für und wider, welche mir auch manchmal als zu kurz gedacht erscheinen etwas Abstand nehmen und kurz etwas zu den strukturelleren Problemen schreiben.
Die Autorenschaft gibt sich faktisch anonym. Ein Benutzerkonto scheint mir nicht ausreichend. Zudem sind doch sehr viele Texte und auch Bilder kopiert und übernommen. Wenn sich wiki nach und nach als Zitierstandard durchsetzen sollte, würde es dann nicht die (finanzielle) Grundlage und die Motivation des Schaffens für neue wissenschaftliche Werke ins Wanken bringen? Dann würde sich auch noch die Frage stellen, ob eine Organisation, welche nicht staatlich oder überstaatlich ist, wirklich der Zitierstandard des „Weltwissens“ sein sollte. Diese Entwicklung in einem Gedankengang durchzuspielen ist allerdings viel zu komplex für mich, daher bleibt mir nichts anderes übrig als einfach nur skeptisch zu bleiben.
Das Thema Edit-Wars finde ich interessant. Nichts ist intersubjektiver als das, im Gegensatz zum wissenschaftlichen Bereich, kontrollieren sich hier aber keine Experten gegenseitig, was doch einige Gefahren mit sich bringt. Wenn man sich vereinzelte Entwicklungen im Web so ansieht, beispielsweise online-Abstimmungen zu irgendeinem Thema, welche zu irgendwelchen politischen Webseiten verlinkt werden, deren Publikum sich dann dort auslassen kann, besteht doch irgendwo die Gefahr, dass am Ende als wahr gilt, was die meisten glauben oder posten.
Außerdem, will man bei einem Thema etwas in die Tiefe gehen, merkt man recht schnell den Lexikoncharakter, es ist einfach nicht ergiebig.
Würde wiki sich weiter hin zu einer nationalen oder übernationalen Organisation entwickeln, welche entsprechend kontrolliert würde, angeführte Autoren, welche auch ihre Biographie veröffentlichen finanziell fördern würde, könnte ich mir das eher vorstellen, als eine Art globaler Wissenschaftsverband.
So wie wiki jetzt ist, ist es ein super Nachschlagewerk für den Alltag.
Wolfgang Pittschieler - 6. Dez, 18:51
